Bonsai Pflege

Bonsai Pflege – Was muss man beachten?

Bevor man einen Bonsai Baum kaufen sollte, muss man sich darüber im Klaren sein, wie man diesen richtig hält. Die Bonsai Pflege ist gar nicht so schwierig wie von Vielen angenommen wird. Wenn man den richtigen Baum und den passenden Standort ausgewählt hat, muss man nur noch auf folgende Dinge achten:


 

Bewässerung

Die richtige Bewässerung ist der wichtigste Faktor in der Bonsai Pflege. Wie oft man wässern muss, setzt sich durch mehrere Faktoren zusammen (Baumart, Größe, Substrat,Jahreszeit,Klima,Standort etc.). Es ist also wichtig den Baum gut zu beobachten und den richtigen Zeitpunkt erkennen. Dabei sollte man die folgenden Regeln beachten:

Bonsai Pflege mit richtiger Gießkanne
Eine feine Brause reichert das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff an.

Sobald die Erde angetrocknet ist, muss man den Baum wässern. Wenn er noch feucht ist, lieber kein Wasser geben.

Keine Routine entwickeln. Jeder Baum braucht unterschiedlich oft Wasser.

Richtiges Substrat verwenden.

In den Mittags- bzw. frühen Nachmittagsstunden sollte es vermieden werden mit sehr kaltem Wasser zu gießen. Die Erde ist dann durch die Sonnenstrahlung erwärmt ist und durch das Gießen würde sie zu schnell abkühlen. Das würde die Wurzeln schädigen.

Die Erde muss beim Gießen reichlich durchtränkt werden bis alle Wurzeln vollständig benetzt sind. Um sicher zu gehen, wässert man solange, bis das Wasser an den Löchern an der Unterseite aus der Schale fließt. Dieser Vorgang wird dann noch ein paar Mal wiederholt um sicherzugehen, dass man wirklich alle Wurzen erwischt hat.

Eine Gießkanne mit feiner Brause verhindert , dass die Erde aus dem Topf gespült wird.

Regenwasser eignet sich besonders gut zum Bewässern,da es wenig Kalk enthält. Herkömmliches (abgestandenes) Leitungswasser tut es aber auch.

Geeignete Gießkannen finden Sie in unserem Shop.


 

Die Düngung

Normale Bäume können ihr Wurzelsystem auf der Suche nach Nährstoffen ausweiten. Bonsai dagegen werden in kleine Schalen gepflanzt und müssen gedüngt werden, um den Nährstoffgehalt des Substrats aufrecht zu erhalten. Die Wahl des richtigen Düngers ist sehr wichtig bei der richtigen Bonsai Pflege.

Hauptbestandteile

Die drei Grundelemente jedes Düngers sind Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert das Wachstum von Blättern und Stängeln. Phosphat hilft den Wurzeln und Kalium sorgt für die Blüten- und Fruchtbildung. NPK in verschiedenen Verhältnissen werden für unterschiedliche Bäume zu verschiedenen Jahreszeiten verwendet.

Wann düngen? 

Outdoor Bäume brauchen während der Wachstumssaison (März bis in den Herbst hinein) regelmäßig Dünger. Zimmerbonsai düngt man das ganze Jahr über. Ein frisch umgetopfter Bonsai sollte einen Monat lang Dünger-Pause machen. Außerdem düngt man niemals kranke Bäume.

Welcher Dünger ist der richtige? 

Bonsai Pflege mit Bio-Dünger
Biogold ist einer der beliebtesten Bonsai Dünger

Zu jeder Jahreszeit benötigt man bei der richtigen Bonsai Pflege einen anderen Dünger. Im Frühjahr, um das Wachstum zu fördern, benutzt man am besten einen mit hohem Stickstoffgehalt (zB. NPK 12:6:6). Im Sommer braucht der Bonsai Baum einen ausgewogenen Dünger (NPK 10:10:10). Im Herbst nutzt man einen mit weniger Stickstoff(N), um die Winterhärte auszubilden. Wenn man den Bonsai zur Blüte anregen will, wählt man am besten einen Dünger mit höherem Kaliumgehalt (zb: 6:6:12).

Ältere Bäume düngt man generell mit einer kleineren Dosierung.

Es ist eigentlich egal ob man Flüssig- oder Festen Dünger nimmt, man sollte nur immer die Hinweise auf der Verpackung beachten.

Den passenden Dünger finden Sie in unserem Shop


 

Umtopfen

Bei der Bonsai Pflege muss der Baum regelmäßig umgetopft werden, damit der Wurzelballen sich nicht verdichtet und der Baum nicht verhungert.

Wie oft ? 

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Regelmäßiges Umtopfen ist wichtig für den Bonsai.

Wie oft man den Bonsai umtopfen muss, hängt von der Baumart und der Größe der Schale ab. Schnell wachsende oder jüngere Bäume sollten alle zwei Jahre umgetopft werden, manchmal sogar jedes Jahr. Reifere und ältere Bäume brauchen allerdings nur alle 3 bis 5 Jahre neues Substrat.

Man erkennt das der Baum umgetopft werden muss, wenn man den Bonsai vorsichtig anhebt und die Wurzeln im Kreis um den Ballen wachsen und sehr sichtbar sind. Wenn die Wurzeln sich noch in der Erde verstecken, wartet man lieber noch ein Jahr.

Wann? 

Man sollte immer im zeitigen Frühjahr (März) den Bonsai umtopfen, wenn der Baum noch in der Winterruhe ist. So ist das Umtopfen weniger belastend und Eingriffe in das Wurzelsystem werden besser ausgeglichen.

Was muss man beim Umtopfen beachten ? 

Wenn man den Bonsai aus der Schale gelöst hat, muss man vorsichtig das alte Substrat entfernen (z.B. Mit einem Essstäbchen). Dann werden mit einer Schere die zu lang gewachsenen Wurzeln abgeschnitten. Aber niemals mehr als 30% entfernen. Vor allem bei Kiefern ist es wichtig, mindestens die Hälfte der Wurzeln unberührt zu lassen.

Die neue Schale sollte immer mit einer dünnen Schicht von groben Substrat (Lavabruch,Kies etc.) gefüllt werden. Nachdem man die restliche Erde auf den Baum gegeben hat, arbeitet man das Substrat um die Wurzeln ein (z.B. Mit einem Essstäbchen), damit keine Hohlräume bleiben. Am Ende natürlich den Bonsai gut wässern.


 

Bonsai-Erde (Substrat)

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Fertig gemischte Bonsai-Erde

Damit der Baum genügend Nährstoffe bekommt, ist das richtige Substrat sehr wichtig. Bei der richtigen Bonsai Pflege ist es wichtig das Substrat auf die jeweilige Baumart abzustimmen. Es muss auch gut trocknen, ausreichend belüftet sein und Wasser speichern können. Es gibt viele fertig gemischte Substrate zu kaufen. Hier finden Sie eine Auswahl von den besten Substraten. Wenn man sich ein Substrat jedoch selbst zusammenmischt, schont man in jedem Fall seinen Geldbeutel.

Diese Eigenschaften sollte ein gutes Substrat in jedem Fall erfüllen:

  • Gute Wasserspeicherung
  • Überschüssiges Wasser muss direkt ablaufen können
  • Gute Belüftung, damit die Wurzeln genügend Sauerstoff bekommen

Ein grobes anorganisches Substrat ermöglicht einen schnellen Wasserablauf und das Einströmen von frischer Luft. Normale dichte organische Erde wird zu schlecht belüftet und trocknet zu langsam. Das hätte eine Erkrankung des gesamten Baums und Wurzelfäule zur Folge. Also niemals normale Erde für einen Bonsai Baum verwenden !

Komponenten eines guten Substrates 

Die wichtigsten Komponenten sind unter dem Strich Akadama, Bimskies, Lavagranulat, organische Humuserde und feiner Kies.

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Akadama
Bimskies
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Lavagranulat
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Humus
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Feiner Kies

Akadama ist ein hart getrocknetes Lehmgranulat, das speziell für Bonsaizwecke gewonnen wird. Bevor es verwendet wird, siebt man es gründlich. Nach etwa 2 Jahren beginnen die Akadama-Körnchen zu zerfallen, was die Belüftung deutlich verschlechtert. Dies bedeutet, dass regelmäßiges Umtopfen notwendig ist.

Bimskies ist weiche Vuklanerde und kann Wasser und Nährstoffe gut aufnehmen. Es hilft dabei Wasser zu speichern und trägt zu gut verzweigten Wurzeln bei.

Lavagranulat hält Wasser und Wurzeln können in die Lavakörnchen nicht hineinwachsen.

Organische Humuserde enthält Torf, außerdem manchmal Perlite und Sand. Sie nimmt viel Wasser auf und belüftet schlecht, aber als Bestandteil einer Mischung eignet sie sich sehr gut.

Feiner Kies ist wichtig um ein gut trocknendes und belüftetes Substrat zu erhalten. Er wird auch als Drainageschicht (zum ablaufen des Wassers) ganz unten in der Schale verwendet.

Die richtige Mischung

Verschiedene Bonsai Bäume verlangen verschiedene Substratmischungen. Bei der Bonsai Pflege ist es wichtig das Substrat auf die Baumarten individuell abzustimmen. Mischungen für spezielle Baumarten finden Sie hier. Es gibt jedoch zwei gängige Mixturen: eine für Laubbäume und eine für Nadelbäume. Beide Mischungen bestehen aus Akadama (die wasserspeichernde Komponente), Bimskies (gute Struktur) und Lavagranulat (für Belüftung und Drainage).

Laubbäume: 

Bonsai Pflege mit speziellem Substrat
Spezielles Substrat für den Fictus-Bonsai

50% Akadama

25% Bimskies

25% Lavagranulat

Nadelbäume:

33% Akadama

33% Bimskies

33% Lavagranulat

Beide Mischungen werden an die gegeben lokalen Bedingungen angepasst. Das heißt, wenn man zum Beispiel keine Zeit hat, die Bäume zweimal täglich zu kontrollieren, erhöht man den Akadama-Anteil (oder den Humusanteil) in der Mischung. Damit wird die Wasserspeicherung verstärkt. Wenn man in feuchtem Klima lebt, gibt man mehr Lava Granulat (oder Kies) in die Mischung, um die Drainageeigenschaften zu verbessern.

Die passenden Bonsai Substrae finden Sie in unserem Shop Shop


 

Bonsaischalen

Bonsai Pflege mit der richtige Schalen
Blau lasierte Schale, 8,90€

Ältere Bonsai Bäume, die keine größeren Gestaltungseingriffe mehr brauchen und schon oft umgetopft wurden, sind daran angepasst in kleinen Schalen zu leben. Jüngere Bäume brauchen jedoch mehr Raum zum wachsen, bevor sie schrittweise darauf vorbereitet werden in immer kleineren Schalen zu leben. Oft werden Bonsai in Schalen gepflanzt, die aus Japan oder China importiert werden. Japanische Schalen haben folglich eine hohe Qualität und sind ziemlich kostspielig. Die chinesischen Produkte sind oft günstiger und meistens grell lasiert. Eine Ausnahme bilden antike chinesische Bonsai Schalen, die jedoch unbezahlbar sind. Junge Bäume werden oft auch in günstige (Plastik-) Schalen gepflanzt.

In unserem Shop finden Sie eine große Auswahl an verschiedenen Schalen.